Nötscher Polentafest

Rund um den Mais

Der Mais ist zusammen mit Weizen und Reis eine der bedeutendsten Getreidearten der Welt. Der Mais, oder Kukuruz wie er in Österreich auch genannt wird, stammt vermutlich aus Mittelamerika und war vor Ankunft der Europäer viele Jahrhunderte lang das wichtigste Getreide dieser Region. Der Ursprung des kultivierten Maises ist nach wie vor ein Rätsel, da Mais nur als Kulturform bekannt ist.

Mädchen im Maisfeld   Mais in der Schale

Die Spanier brachten den Mais Anfang des 15. Jahrhunderts von den Westindischen Inseln aus nach Europa. In der Alten Welt stellte er zunächst eine exotische Zierpflanze dar - ähnlich wie z. B. auch die ebenfalls aus Amerika eingeführte Tomate und die Kartoffel.

Maiskörner   Mais am Teller

Der Mais wurde weltweit schneller und effizienter angenommem als jedes andere Produkt aus den europäischen Kolonien der Neuen Welt. Das "amerikanische Korn" fand in den Hausgärten im Süden Spaniens und im nördlichen Italien bereits im 16. Jahrhundert Verbreitung. Mais verdrängte dort lokale Getreidesorten und ersetzte in den ärmeren Bevölkerungsschichten den stets knappen Weizen.

reifer Mais   Mais mit Kräuterbutter

In den 60er und 70er Jahren verschwand die Polenta jedoch fast gänzlich vom Speiseplan. Heute gilt die "Plentn" allerdings wieder als wertvolle, gesunde und vor allem schnell gekochte Spezialität.

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